1989: SCSI 2 Festplatten (Fast SCSI / Wide SCSI)
1989 wurde der SCSI2-Standard verabschiedet und bildete die Basis für Fast SCSI und Wide SCSI.
10MB/s Transferrate bei doppeltem Bustakt war mit Fast SCSI möglich. Jedoch bedeutete dieser Leistungsanstieg auch, dass die maximale Kabellänge halbiert werden musste. Diese betrug eine Länge von 3 Metern. Dadurch, dass Fast SCSI die gleichen Kabel verwendete wie der SCSI1-Standard, war ein Mischbetrieb beider Standards möglich, was eine rasante Verbreitung dieses Standards bedeutete.
Wide SCSI hingegen bietete zwar den gleichen Bustakt (wodurch die Kabellänge beibehalten werden konnte) wie der SCSI1-Standard, verfügte aber über eine 16-bit-Busbreite, wodurch auch eine Transferrate von 10MB/s erreicht wurde. Durch die Verdoppelung der Busbreite wurden jedoch neue Kabel (68-polig) nötig, wodurch alte SCSI1-Geräte nicht weiter verwendet werden konnten. Dies hatte zur Folge, dass Wide SCSI sich nie wirklich am Markt durchsetzen konnte.
Eine Transferrate von 20 MB/s wurde durch eine Kombination von Fast SCSI (hoher Bustakt) und Wide SCSI (doppelte Busbreite) erreicht. Diese Variante war sehr verbreitet und wird oft Fast Wide SCSI genannt. Wenn heute von Wide SCSI gesprochen wird, ist praktisch immer Fast Wide gemeint, da reines Wide keine Bedeutung hat.
Technische Details:
Interface: Fast SCSI/Wide SCSI
Übertragungsgeschwindigkeit (MBytes/sec): 10/20
Busbreite (Bits): 8/16
Bustakt (MHz): 10/10
max. Kabellänge (m): 1,5-3/1,5-3
max. Anzahl an Geräten: 8/16
Kabeltyp: 50-polig/68-polig


